Wo kann ich die Brillen ansehen, anprobieren oder kaufen?
Ich betreibe bewusst keinen unpersönlichen Onlineshop. Um den Preis dieser handgemachten Unikate für dich fair zu halten, sind sie auch nicht im regulären Handel erhältlich. Die Brillen gibt es ausschliesslich direkt aus meiner Hand. Gerne vereinbaren wir einen Termin zur unverbindlichen Anprobe und Beratung bei mir in Bern. Bitte setze dich dafür per E-mail mit mir in Kontakt: info@azimut-design.ch. Auf meiner Webseite findest du alle derzeit erhältlichen Ateliermodelle aus Holz. Eine weitere Möglichkeit, die Brillen live zu sehen, sind Ausstellungen. Die nächsten Termine in Bern sind: Design 22 im Dezember 2026 und ETAK im März 2027. Folge mir auf Instagram oder Facebook und abonniere meinen Newsletter, um die neusten Modelle und Termine nicht zu verpassen.
Wie funktioniert es mit den Gläsern?
Für die Gläser gehst du ganz normal zum Optiker deines Vertrauens. Er misst deine Sehstärke, schleift die Gläser und setzt sie in die Fassung ein. Suchst du einen passenden Optiker? Ich helfe dir gerne weiter, schreibe mir dazu einfach eine Mail.
Sind die Brillen auch wirklich handgemacht?
Absolut. Ich baue sorgfältig jede einzelne Brille persönlich in Bern. Zu Beginn zeichne ich das Modell am Computer und erstelle davon Fräsdaten, um die Umrisse maschinell zu fräsen. Der grosse Anteil von über 90% der gesamten Arbeitszeit ist pure, präzise Handarbeit ohne Maschinen.
Ist eine Holzbrille denn stabil?
Ja, durch eine spezielle Herstellung. Zu Beginn fertige ich einen Brillenrohling durch Über-Kreuz-Verleimen von bis zu sieben Schichten Holz. Bei diesem Prozess der Formverleimung erhält die Brille auch ihre anatomische Kurve. Die Verleimung über Kreuz bedeutet, dass die Holzfasern in alle Richtungen laufen und das typische Einreissen oder Spalten dadurch verhindert wird. Natürlich sind die Materialquerschnitte einer Brille filigran und man sollte mit ihr – wie mit jeder anderen Brille auch – sorgfältig umgehen.
Sind Holz- oder Hornbrillen schwer?
Nein, im Gegenteil. Sie sind, bei oft dickeren Wandungen, ungefähr gleich schwer oder leichter als Acetatbrillen.
Welche Hölzer werden verwendet?
Europäische Laubhölzer wie Eiche, Räuchereiche, Nussbaum und Ahorn.
Woher stammt das Horn der Hornbrillen?
Das Hornmaterial stammt vom asiatischen Wasserbüffel (Hausbüffel „Bubalus bubalis“). Dieser wird in Asien verbreitet domestiziert. Es sind keine wild lebenden Tiere. Die Büffel werden weder wegen ihrer Hörner gehalten, noch getötet. Ich schreibe hier ausführlicher über dieses Thema.
Wie pflege ich eine Horn- oder Holzbrille?
Horn und Holz sind beides organische Materialien. Als gewachsene, natürliche Stoffe sind sie, anders als die Kunststoffe, dem natürlichen Zerfall unterworfen. Der Zersetzungsprozess wird durch hohe Feuchtigkeit und extreme klimatische Bedingungen beschleunigt. Die beste Pflege ist also der Schutz vor Wetter, um dem Verwittern der Fassung vorzubeugen. Ebenfalls können Schweiss, Hautcrèmes und Kosmetik- oder Medizinalprodukte einer Brille aus natürlichem Material zusetzen. Man kann eine Brillenfassung aus Horn oder Holz im Umgang etwa mit einem Lederprodukt vergleichen. Reinigung: Benutze milde Brillenreinigungsmittel ohne Alkohol. Besprühe sparsam ein weiches Reinigungstuch (nicht die Brille) und reinige anschliessend mit dem Tuch deine Gläser oder die Fassung so, dass die Fassung mit wenig Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Das Pflegen von Hornbrillen mit Ölen oder Crèmes wiegt die daraus entsehenden Nachteile nicht auf. Besser ist es, seine Hornbrille bei Bedarf einmal aufarbeiten zu lassen und/oder die Patina, wie sie nur organische Materialien zeigen, stolz zu tragen.